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hausmusik

Du holde Kunst, in wieviel grauen Stunden,
Wo mich des Lebens wilder Kreis umstrickt,
Hast du mein Herz zu warmer Lieb entzunden,
Hast mich in eine beßre Welt entrückt! [...]
Oft hat ein Seufzer, deiner Harf’ entflossen, [...]
Den Himmel beßrer Zeiten mir erschlossen
Franz Schubert/Franz von Schober, An die Musik, 1817

die sandgestrahlten gitarren verstummen
die hitzewelle verwandelt sich in sandsturm
die orgeln & stimmen verdummen
der staub senkt sich auf den marshallturm
auf dem durchnässten balkon stehn wir & rauchen
im regen verrauschen alle töne, die wir brauchen

lammleber sis kebab draußen stehen weiße hemden
es ist kein weiter weg von chris rea zu bob dylan
schwarze krawatten wir sind hier nicht in camden
& das bisschen, was man isst, kann den hunger nicht stillen
doch die türsteher sehen aus wie hilfspolizisten
die einen rauchen, andere lesen nährstofflisten

alle studios der welt im selben moment abschalten
bulimie, erbrechen & körperwahrnehmungsstörung
allen paaren gleichzeitig den orgasmus freischalten
findet statt in den studios von köln bis unterföhring
alle mörder auf der welt am abdrücken hindern
allen die rauch sind den lungenkrebs lindern

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