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Zum Programm der echokammer
„Listening closely is more important than making sounds happen.“
Alvin Lucier
echokammer ist eine Reihe für die Grenzbereiche von akustischer Kunst, Musik und Sprache.Die tonale Tradition und der darauf basierende Pop sind Musiken, die wie Sprachen funktionieren. Man wird in sie hineinsozialisiert und decodiert sie nach bestimmten Codes.
Der utopische Ehrgeiz der echokammer ist es, sich in einen Bereich vorzuarbeiten, der auf experimentelle Weise den Kontext der abendländischen Musiktradition ebenso überschreitet wie den des Pop, um im Niemandsland neue Sprachen zu finden.
Der echokammer ist klar, dass es nicht die neue Sprache geben kann, wie sie die klassischen Avantgarden stets postuliert haben. Ihr Begriff des Experimentellen bedeutet, dass sie den forschenden, tastenden Prozess der Er-Findung neuer Klänge in den Mittelpunkt stellt.
Zu Entdeckungen in der echokammer ist jedeR eingeladen. Außer offenen Ohren ist keinerlei Expertenwissen erforderlich.
Daher geht es der echokammer auch um Hörkunst: Kunst, bei der abenteuerlustige Hörer selbst die Regeln finden dürfen, nach denen sie die akustischen Angebote der Akteure entschlüsseln.
Die echokammer interessiert sich also für akustische Ereignisse, für Sound, der dem Publikum ein Höchstmaß an Entdeckungsfreiheit lässt, weil er kodifizierte musikalische Sprachen in mehr oder minder hohem Maße hinter sich lässt. Das Arbeiten mit Geräuschen statt Tönen, mit Improvisationen statt Partituren, Reduktion statt Narrativität gehören zu den Strategien, für die sich die echokammer interessiert.
Der echokammer gilt künstlerisches Experiment als Metapher zu verwirklichender menschlicher Freiheit, gemeinsame Improvisation als Metapher einer selbstbestimmten menschlichen Gesellschaft.
echokammer 2007-2011 (Archiv)
Hörbar in Farbe - Malerei als Partitur (Teil 1)
Vernissage
Sa, 12.02., 18:30 Uhr
Galerie am Graben, Oberer Graben 13, 86150 Augsburg
Eintritt freiAbstrakte Gemälde und freie Kalligrafie präsentieren die Augsburger Malerinnen Linda Bennani, Claudia Guldenschuh und Tine Klink unter dem Titel „Hörbar in Farbe“ von 12. bis 20. Februar 2011. Die medienübergreifende Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Klangkunst-Reihe echokammer ist der Versuch, die von Musik inspirierten Bilder wieder in Klänge zu übersetzen. Bei der Vernissage improvisiert Bruno Kliegl von den Gemälden inspirierte Stimmungsbilder auf der Glasharmonika, Gerald Fiebig interpretiert die Farbwerte der Gemälde mittels elektronischer Instrumente als Töne. Außerdem wird das Hörspiel „Kunstbetrachtung I“ von der Augsburger Autorin Carmen Dollhäubl uraufgeführt.
Hörbar in Farbe - Malerei als Partitur (Teil 2)
Finissage
Sa, 19.02., 19:30 Uhr
Galerie am Graben, Oberer Graben 13, 86150 Augsburg
Eintritt freiAbstrakte Gemälde und freie Kalligrafie präsentieren die Augsburger Malerinnen Linda Bennani, Claudia Guldenschuh und Tine Klink unter dem Titel „Hörbar in Farbe“ von 12. bis 20. Februar 2011. Bei der Finissage interpretiert Gerald Fiebig die Farbwerte der Gemälde mittels elektronischer Instrumente als Töne. Das Konzert von Emerge an diesem Abend basiert auf den Geräuschen von Pinseln und anderen Malwerkzeugen der beteiligten Künstlerinnen. Die Geräusche wurden während der Vorbereitung der Ausstellung aufgenommen und von Emerge elektronisch verfremdet. In der Performance verarbeitet er die so gewonnenen Klänge in einer Live-Improvisation mit zwei Samplern.
Zur Ausstellung erscheint eine CD von Bruno Kliegl, Emerge und Gerald Fiebig auf dem Augsburger Label Attenuation Circuit, die an diesem Abend für 3 Euro erhältlich ist.
Näheres zum Konzept "Hörbar in Farbe - Malerei als Partitur"
violincellectronicsSamstag, 05. Dezember 2009
20:00 Uhr Einlass und Künstlergespräch, 20:30 Uhr Konzertbeginn
Hoffmannkeller beim Stadttheater Augsburg, Kasernstr. 4, 86150 Augsburg
Eintritt 6,- / 4,- ermäßigt
Die Violinistin und Komponistin Lenka Župková (Prag/Hannover) interpretiert und improvisiert aktuelle Musik für Violine und Live-Elektronik, u.a. von Pèter Köszeghy, Annette Schlünz und Vinko Globokar. Mit Improvisationen zu Videoprojektionen erweitert sie den Aufführungsraum um eine virtuell-visuelle Dimension und öffnet dem Kammerkonzert multimediale Hör-Räume.
Auch das erste Soloprogramm der Augsburger Cellistin Friderike Scheller ist ausschließlich zeitgenössischer Musik gewidmet. Zur Uraufführung kommen Auftragswerke von Wolfgang Lackerschmid und Wolfram Oettl (beide Augsburg) und Christoph Reiserer (München) sowie Performance-Stücke von Willem Schulz, die den Raum als musikalisches Element nutzen.Ab 20:00 Uhr findet ein Künstlergespräch mit Friderike Scheller und Lenka Zupkova sowie den Komponisten Wolfgang Lackerschmid, Wolfram Oettl und Christoph Reiserer statt, bei dem sie Auskunft über ihre Intentionen und Arbeitsweisen geben.
producing spaceSamstag, 03. Oktober 2009
21:00 Uhr
Junges Theater im Kulturpark West, Sommestr. 30, 86156 Augsburg
Eintritt 6,- / 4,- ermäßigt
Dieses Konzert verschränkt unterschiedliche Räume akustischen Geschehens ineinander. Asiask und Transponderfish (beide Regensburg) sind Grenzgänger zwischen Klanginstallation, Industrial und Musique concrète. Indem sie Umweltklänge collagieren und manipulieren, führen sie vom Hör-Raum des Alltags in abstrakte und somit innere Räume.
Faderzone (Augsburg) machen den virtuellen Raum von Nikolas Herrmanns digitalem Studio für das Publikum sinnlich erfahrbar. Zu seinen bereits produzierten Tracks entwickelt der erst 18-jährige Augsburger Komponist mit verschiedenen Gastmusikern komplexe Strukturen zwischen Free Jazz, Trip Hop und geräuschhaften elektronischen Klängen.Mittwoch, 20. Mai 2009 (Vorfeiertag!)
21:00 Uhr
Junges Theater im Kulturpark West, Sommestr. 30, 86156 Augsburg
Eintritt 6,- / 4,- ermäßigt
In Zusammenarbeit mit MEHR MUSIK!
Mit zwei ineinander verschränkten akustischen Duo-Konzerten feiert die echokammer die stilübergreifende befreiende Kraft der Improvisation: Vokal Experimental (Agnes Ponizil und Jan F. Kurth) nutzen ihre Erfahrungen mit vokaler Improvisation im Jazz, in der Neuen Musik und in der Weltmusik für dynamische, expressive und witzige (!) Stimmband-Duelle zwischen Gesang und Geräusch.
Das tote Kapital (Johannes Engstler und Markus Joppich) schöpft aus klassischer Gitarrentechnik ebenso wie aus der zornigen Haltung des Hardcore-Punk. Im Kampf gegen das Schubladendenken schaffen sie mit Kontrabass, Akustikgitarre und Geräuscherzeugern spannungsreiche freie Kompositionen von beklemmender Intensität.
double:bass & electronics
Freitag, 20. März 2009
21:00 Uhr
Junges Theater im Kulturpark West, Sommestr. 30, 86156 Augsburg
Eintritt 6,- / 4,- ermäßigtDas Programm der Reihe echokammer für 2009 legt den Akzent auf die Verbindung elektronischer Experimente mit Streichinstrumenten. Im Mittelpunkt dieses Abends steht der Kontrabass. Sein Klang wird durch Live-Elektronik transformiert und erweitert sowie als Grundlage elektroakustischer Kompositionen genutzt. Aus diesem Material entwickeln drei ganz unterschiedliche Musikerpersönlichkeiten neue Klangsprachen. Der Augsburger Kunstförderpreisträger Sebastian Giussani stellt neue Arbeiten vor. Multimediakünstler Eric Zwang Eriksson ist erstmals mit seinem Musikprojekt R.X.o.N. in Augsburg zu hören. Emerge, bisher auf Tonträgern und als echokammer-DJ zu hören, spielt zum ersten Mal live.
Livemitschnitte und Fotos von Bernd Spring:
Gemeinsame Improvisation Giussani/R.X.o.N./Emerge (3'17")
Emerge live (0'41")
Fotos vom Konzert
echokammer 7
SprachKlangKompositionDonnerstag, 18. Dezember 2008
20:30 Uhr
Kresslesmühle, Barfüßerstr. 4, 86150 Augsburg
Eintritt 6,- / 4,- ermäßigtStephan Wunderlich (1952)
Versuch Experiment
Live-Hörspiel für Stimme, Kerze, Cassettenrecorder und Xylophon (1984/85)Wolfram Oettl (1962)
Vision Fugitive V
Lesung mit Musik für Sprecher, Klavier und Zuspielung (2008) UA
Die Veranstaltungsreihe echokammer versteht sich als Erkundung der Grenzbereiche von akustischer Kunst, experimenteller Musik und Sprache. An diesem Abend stellt sie zwei zeitgenössische Komponisten vor, die den Klang der Sprache musikalisch nutzen – allerdings auf sehr unterschiedliche Arten.
Der in München lebende Komponist Stephan Wunderlich führt zusammen mit Edith Rom ein Live-Hörspiel auf, in dem sich politisches O-Ton-Material, minimalistische musikalische Elemente, Sprachklang und Performance-Elemente auf komplexe Weise überlagern. Stephan Wunderlich erhielt für seine Hörspielarbeit 1985 den Karl-Sczuka-Preis, eine der wichtigsten Auszeichnungen für akustische Kunst.
Wolfram Oettl aus Augsburg machte sich u.a. durch Vertonungen literarischer Texte einen Namen. Für die echokammer ist die Uraufführung seines neuen Stücks "Vision Fugitive V" für Sprecher, Klavier und Zuspielung geplant, in dem auch sprachliche Elemente – darunter Texte aus den Psalmen, von Bertolt Brecht und aus aktuellen Zeitungsmeldungen – musikalisch eingesetzt werden.echokammer 6
analog & digital dronesSamstag, 25. Oktober 2008
21:00 Uhr
Junges Theater Augsburg, Abraxas (Nordflügel), Sommestr. 30, 86156 Augsburg
Eintritt 6,- / 4,- ermäßigtdeep
live_bass drone core_augsburgtarkatak
live_dark ambient_oldenburgdronaement
live_ambient soundscapes_crottendorfbug
live_drum & noise_zürichemerge
dj_echokammer resident_augsburgVon La Monte Young bis Lou Reed, von Phill Niblock bis Sonic Youth: Eines der Anliegen, das seit Jahrzehnten Strömungen der Neuen Musik mit experimentellen Randbereichen des Pop verbindet, ist die Faszination des Drone: Die Erkundung der unendlich vielschichtigen mikrotonalen Harmonien, die sich dem konzentrierten Hörer innerhalb einer nur scheinbar statischen Klangschichtung erschließen. An diesem Abend tauchen uns drei Projekte tief in diese wunderbare Welt der Obertöne ein. Das Augsburger Duo Deep arbeitet mit zwei E-Bässen, während Tarkatak aus Oldenburg seine Klangflächen elektronisch generiert – wie auch Dronaement (Leipzig), der abstrakte Drones mit konkreten Geräuschen verbindet. Und weil das Kontrastprogramm "Ambient-Elektronik vs. Live-Beats" bei der letzten echokammer im Juni (siehe unten "Canadian Connection") Besucher veranlasste, vom "Konzert des Jahres" zu sprechen, gibt's diesmal zur Abrundung einen vergleichbaren Spannungspol: Bei dem Schweizer Duo BUG steigern sich die Geräusche aus alten Orgeln und Mischpulten an live gespielten perkussiven Strukturen, sie knistern, rasen und zertrümmern sich gleich selber wieder. Die Frequenzen werden oszillieren, die Tieftöner brummen und die Sinuskurven singen!
echokammer 5
canadian connection: live electronicaSamstag, 07. Juni 2008
22:00 Uhr
Junges Theater Augsburg, Abraxas (Nordflügel), Sommestr. 30, 86156 Augsburg
Eintritt 6,- €Scant Intone (Minimal)
static Kitten (Ambient)
Ruari Lazers (Breakbeats)
In nur wenigen Monaten hat sich die Reihe echokammer als Plattform für akustische Kunst und musikalische Experimente außerhalb der großen Schubladen Rock, Elektronik & Co. etabliert. Am 07. Juni präsentiert sie zusammen mit dem Popklub und LAB30-Kurator Manfred Genther im Jungen Theater (Abraxas) eine Clubnacht mit Künstlern des kanadischen Labels Panospria.
Von abgespacetem Ambient bis zu vertracktesten Breakbeat-Attacken wird dabei so ziemlich alles geboten, was heute Spannendes an den Rändern der Electronica-Szene seine eigenwilligen Blüten treibt. Ein Muss für alle Fans minimalistischer Elektronik, Drum’n’Bass-Fans und Neugierige. Wie immer werden die Live-Acts umrahmt von echokammer-Resident DJ Emerge.Scant Intone, der bereits 2005 beim LAB30 in Augsburg zu Gast war, arbeitet in seinen abstrakten elektronischen Kompositionen mit Klangsynthese ebenso wie mit Umweltgeräuschen, die er zu minimalistischen Lowercase-Strukturen, bisweilen aber auch zu dichten Drone-Geflechten verwebt.
Static Kitten spielt elektrische Gitarren und Geigen, die für jeden Auftritt anders gestimmt werden. Durch Live-Looping und Echtzeit-Effekte baut er Klangräume auf, die sich während seines improvisierten Spiels durch natürliche Frequenzverschiebungen permanent verändern.
Ruairi Lazers spielt auf einem halb akustischen, halb elektronischen Schlagzeug plus Laptop und mixt damit in kürzester Zeit eine hochdynamische Mischung aus Drum’n’Bass, IDM und unvorhersehbaren Klangkombinationen, die einen mit ständigen Rhythmus- und Tempowechseln in Atem hält.
echokammer 4
music, sound & noise unlimitedSamstag, 29. März 2008
21:00 Uhr
Junges Theater Augsburg, Abraxas (Nordflügel), Sommestr. 30, 86156 Augsburg
Eintritt 6,- € (ermäßigt 4,- €)Merzouga (Köln) _ electroacoustic improvisation
yield (Augsburg) _ drones & vocals
Beim zweiten Termin der Klangkunst-Reihe echokammer im Abraxas lösen Merzouga die Grenzen von Geräusch und Musik, Analog- und Digitalklang auf: Janko Hanushevsky präpariert den E-Bass mit Tesafilm, Büroklammern u.v.m., bis er scheinbar synthetische Töne von sich gibt. Eva Pöpplein entlockt ihrem Laptop Sounds von analoger Wärme. Merzougas frei improvisierte Konzerte dementieren alle Vorurteile über „leblose“ elektroakustische Musik. Das Duo entfesselt eine Dynamik, die man nur aus dem Jazz kennt, aber ohne dessen Scheuklappen. Abseits der Bühne arbeiten Merzouga auch mit Geräuschen; in einer Jam Session wird ihr Augsburger Gast Gerald Fiebig diese erstmals auch live ins Spiel bringen.
Seit 2002 bilden Eva Pöpplein und Janko Hanushevsky (beide * 1978) das Duo Merzouga, in dem sie sowohl frei improvisierte Konzerte spielen, als auch Musik für Radio und intermediale Produktionen (Hörspiel und Theater) komponieren. Charakteristisch für die über die Jahre entwickelte Klangsprache des Duos ist das Zusammenwirken von natürlichem und mechanisch präpariertem E-Bassklang, Liveelektronik, und einer vielfarbigen Fülle von Samples und Field-Recordings. Neben zahlreichen frei improvisierten Konzerten in unterschiedlichen künstlerischen Kontexten entstanden Kompositionen u.a. für Deutschlandradio Kultur, Staatstheater Kassel, Radio_Copernicus und die Akademie Musiktheater heute.
echokammer 3
deep dark electronicsSonntag, 09. März 2008
20:00 Uhr
Junges Theater Augsburg, Abraxas (Nordflügel), Sommestr. 30, 86156 Augsburg
Eintritt 6,- € (ermäßigt 4,- €)Live:
The Klng (Augsburg) _Experimentelle Elektronik
b°tong (Basel/CH) _ Industrial
Tamagawa (St-Etienne/F) _ AmbientDJ:
Emerge (Augsburg)
Gleich zwei Termine im März markieren den Umzug der Klangkunst-Reihe echokammer ins Abraxas. Der Abend „deep dark electronics“ präsentiert elektronische Musik zum Zuhören, die sich aus den extremen Randbereichen der Pop- und Clubmusik ebenso speist wie aus den experimentellen Ansätzen der klassischen Elektronik-Avantgarde. Das Schweizer Industrial-Ambient-Projekt b°tong nimmt den Hörer mit in ein 3D-Surround-Kopfkino mit Filmen von Jacques Cousteau und David Lynch. Tamagawa aus Frankreich kreiert mittels verschiedener Instrumente ruhige Drone-Flächen, unter deren Oberfläche der Zuhörer ein unheimliches Brodeln vernimmt. Gerhard Zander präsentiert erstmals in Augsburg sein beim Festival „Experimentelle Musik“ in München uraufgeführtes „Elektromagnetisches Picknick“: In gewöhnlichen Elektrogeräten entfesselt er per Mikrofon und Verstärker fulminante Klangwelten. Echokammer-Resident DJ Emerge wird das Publikum ein weiteres Mal auf diesen vielgestaltigen, aufregenden Sound-Trip einstimmen.
B°tong ist das Soloprojekt, mit dem Chris Sigdell aus Basel seit 2004 seine Klangvisionen verwirklicht. Von 1995 bis 2005 war Sigdell Mitglied des Industrial-Ensembles NID, das seine extrem minimalistische Klangästhetik unter anderem mit einer Veröffentlichung auf dem Augsburger Label Dhyana Records dokumentierte.
Tamagawa aus dem westfranzösischen St-Etienne verbindet Einflüsse aus verschiedensten musikalischen Bereichen zu eigenwilligen Klangtexturen – die Angabe „Bluegrass, Black Metal, Psychedelic“ auf seiner Myspace-Seite ist nur leicht übertrieben. Bewusstseinserweiternd ist seine Musik auf alle Fälle.
The Klng ist ein Projekt des Augsburger Komponisten und Produzenten Gerhard Zander. Er tritt regelmäßig auf dem Festival „Experimentelle Musik“ in München auf; 2007 nahm er am „steirischen herbst“ in Graz teil. In Augsburg führte er zuletzt mit Martin Schmidt und Gerald Fiebig im Rahmen von „Pax 2007“ die Sound-Performance „wasser macht klang“ auf.
Emerge ist ein Augsburger Komponist und Produzent. Seine minimalistische, ins Geräuschhafte tendierende elektronische Musik erschien bereits auf Labels wie Drone Records, die in der experimentellen Musikszene international hohes Ansehen genießen. An diesem Abend wird er statt eigener Stücke eine Auswahl aus seiner Plattensammlung spielen.
echokammer 2
Donnerstag, 10. Januar 2008
20.00 Uhr
Kresslesmühle, Barfüßerstr. 4, 86150 Augsburg
Eintritt 6,- € (ermäßigt 4,- €)echokammer
Spoken Word Poetry & improvisierte SongsInter Ference und Paul Chi
Echokammer, die Augsburger Reihe für Grenzbereiche von akustischer Kunst, Literatur und Musik, beginnt das Jahr 2008 mit einem Leckerbissen für Fans von Live-Literatur und Unplugged-Musik.
Mit Inter Ference aus Brighton kommt ein Pionier der britischen Performance Poetry erstmals nach Deutschland. Seit über 20 Jahren arbeitet er auf Festivals und in Clubs an der Fusion von Lyrik und Musik – mit einer atemberaubenden Bühnenpräsenz, die einen auch in ihren Bann schlägt, wenn man nicht jedes einzelne Wort versteht. „Die authentischste Stimme der europäischen Festivalszene“ (Fraser Clark) ist ein Muss für entdeckungsfreudige Literaturfreunde und Fans des Poetry Slam!
Den zweiten Teil des Abends bestreitet Paul Chi, der bereits seit Jahren immer wieder mit Inter Ference zusammenarbeitet. Der Sänger, Gitarrist und Pianist hat sich in Großbritannien und den USA außer durch seine sensiblen Songs v.a. durch virtuose Improvisationen einen Namen gemacht. Seine spontane Erfindung von Musik und Texten trägt ihm von Kritikern – darunter Musikerkollege Captain Sensible – immer wieder das Prädikat „genial“ ein. Im heimischen Brighton organisiert Paul Chi außerdem seit über zehn Jahren die „Healthy Concerts“ – eine erfolgreiche Serie akustischer Konzerte in Privatwohnungen.
Fotos: Alex Macdonald
Von links nach rechts: Paul Chi, Inter Ference
Montag, 22. Oktober 2007
20.00 Uhr
Kresslesmühle, Barfüßerstr. 4, Augsburg
Eintritt 6,- € (ermäßigt 4,- €)echokammer 1
Experimentelle Klangcollagen und Live-HörspielRinus van Alebeek, DJ Emerge, Gerald Fiebig
Die neue Reihe echokammer widmet sich dem Grenzbereich von akustischer Kunst, Musik und Literatur. Gast dieses Abends ist der niederländische Klangkünstler Rinus van Alebeek (*1956), der in seiner Heimat auch als Autor bekannt ist. Der Wahlberliner wird mittels diverser Tonbandgeräte und Cassetten improvisieren und dabei ganz alltägliche Geräusche zu einer Spontankomposition collagieren, die einen ganz speziellen Hörspielcharakter hat. Vertraute Klänge bekommen magische Qualitäten, doch die Geschichten spielen sich allein im Kopf der Hörers ab. Unterstützt wird die aufregende Hörerfahrung von den Augsburger Klangkünstlern Gerald Fiebig und DJ Emerge, deren Klangexperimente sich an der Grenze zwischen Geräuschcollage und elektronischer Musik bewegen. LAB30-Besucher und abenteuerlustige Hörspielfans kommen hier ebenso auf ihre Kosten wie neugierige Industrial- und Electro-Hörer.